Medienmitteilung «Arealentwicklung Gleis 11 nimmt Fahrt auf»

Die Arealentwicklung Gleis 11 südlich des Bahnhofs Solothurn nimmt Fahrt auf.

VorAnkommen auf Gleis 11 

Aus einem Studienauftrag ist für die Zuchwilerstrasse 21, südlich des Bahnhofs Solothurn, ein zukunftsweisendes Projekt des Teams um die Architekten von EM2N AG und Haag Landschaftsarchitektur GmbH hervorgegangen. Hier entsteht ein vielfältiger Quartierbaustein, in dem gewohnt und gearbeitet wird. Das bestehende Gebäude der alten Druckerei bleibt erhalten und wird aufgestockt. Zudem entsteht ein U-förmiges Gebäude entlang der Gleise. Die Wohnungen bieten Menschen in verschiedenen Lebensphasen und mit unterschiedlichen Lebensentwürfen ein modernes Zuhause. Vielfältige und flexible Gewerbeeinheiten bieten kleineren Unternehmen einen attraktiven Platz zum Arbeiten. Die neuen Angebote wie ein Lebensmittelladen, ein Café oder eine Kita stellen einen Mehrwert für das Quartier dar. Zentral am Gleis 11 [1] gelegen, wächst so ein lebendiger Ort mit einer grünen Oase für die Bewohnenden und einem Platz für das ganze Quartier.

Studienauftrag und Siegerprojekt

Der von April bis November 2025 durchgeführte Studienauftrag hatte zum Ziel, die beste Lösung für die bauliche Entwicklung des Areals zu finden. Gefordert wurde ein städtebaulich und freiräumlich hervorragender neuer Quartierbaustein, der zugleich durch überzeugende Lösungen in den Bereichen Nachhaltigkeit (ökologisch, sozial, ökonomisch), Arealerschliessung und Lärm besticht und die wirtschaftlichen Anforderungen der Eigentümerin erfüllt.

Sechs interdisziplinäre Planungsteams waren eingeladen, ein Projekt auszuarbeiten und einzureichen. Alle Beiträge weisen ein hohes Qualitätsniveau auf. Im Rahmen des Verfahrens wurde das Projekt des Teams um die Architekten von EM2N AG und Haag Landschaftsarchitektur GmbH als Siegerprojekt bestimmt.

Das Siegerprojekt überzeugte die Jury, die aus Eigentümerschaft und renommierten Fachpersonen bestand, insbesondere durch eine sehr klare, einfach lesbare städtebauliche Grundfigur und präzise zugewiesene Aussenräume. Diese bieten nicht nur den Bewohnenden, sondern auch dem Quartier, der Stadt und dem Klima einen Mehrwert. Das Projekt zeichnet sich durch eine konsequente Umsetzung von Schwammstadtzielen und eine Minimierung der Versiegelung aus. Grosse Freiräume sind nicht unterbaut und ermöglichen dadurch genügend Platz für die Wurzeln grosser Bäume. An der Schnittstelle zwischen der Vorstadt, dem südlichen Bahnhofsgebiet und kleinmassstäblichen Siedlungsstrukturen im Süden antwortet das Projekt mit unterschiedlichen Massstäblichkeiten: Die langgestreckte Stadtfassade orientiert sich zu den Gleisen, die durchgrünten Aussenräume und kurzen Fassadenseiten liegen gegenüber dem Quartier an der Zuchwilerstrasse.

Mit der Vernissage am 22. Januar 2026 wurde der Studienauftrag zur Arealentwicklung Gleis 11 erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse des Studienauftrags wurden geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Fachwelt und Nachbarschaft vorgestellt.

Wie geht es weiter?

Die Arealentwicklung Gleis 11 dauert mehrere Jahre. Das Ziel der Eigentümerin, der AZ Medienhaus AG, ist, ein hochwertiges und nachhaltiges Projekt zu entwickeln. Bis zum Baustart braucht es deshalb verschiedene Arbeitsschritte. In den kommenden Monaten werden auf Basis des Siegerprojekts das Richtprojekt sowie der Gestaltungsplan erarbeitet. Diese bilden die planerische Grundlage für das weitere Verfahren und die spätere Umsetzung der Arealentwicklung. Der Baustart ist frühestens 2028.

Ausstellung Siegerprojekt für die Öffentlichkeit

Das Siegerprojekt kann am Montag, 26.01.2026 und am Mittwoch, 28.01.2026, jeweils von 16:00 – 19:00 Uhr im Club Druckerei an der Zuchwilerstrasse 23 in Solothurn besichtigt werden. Vor Ort können Fragen gestellt und Rückmeldungen zur weiteren Projektbearbeitung gegeben werden.

[1] Das südlichste Perron am Bahnhof Solothurn gehört zu den Gleisen 9 und 10. Zusätzlich gibt es ein stillgelegtes Industriegleis, das auf das Areal der AZ Medienhaus AG führt. Aus diesem Stumpengleis ist der Name «Gleis 11» für das Areal entstanden. Zudem hat die Zahl elf in der Stadt Solothurn eine besondere Bedeutung. Sie ist sowohl historisch als auch in der Gegenwart sehr präsent (z.B. elf Altäre in der St. Ursenkathedrale oder das lokale «Öufi»-Bier).