Projekt

Projekt

Das Projekt aus dem Studienauftrag von EM2N AG sowie Haag Landschafts­architektur GmbH besticht durch ein vielfältiges Wohnangebot für unterschiedliche Lebens­modelle und Generationen sowie attraktive Gewerbeflächen. Die alte Druckerei wird erhalten und weitergebaut. Mit dem «U», dem zweiten Gebäude, entsteht ein in die Umgebung eingebettetes Wohnhaus. Darin sind im Erdgeschoss ein Lebens­mittelladen und eine Kita vorgesehen. Es gibt einen verspielten Platz mit Angeboten für das Quartier sowie einen grünen Hof zum Verweilen für die Bewohnenden.

Zwei Gebäude, ein vielfältiges Angebot zum Wohnen, Arbeiten und Verweilen

Alt und neu in der Druckerei

Die alte Druckerei wird umgenutzt und aufgestockt. Ein Café, gemeinschaftliche Nutzungen und Büros finden in den unteren Geschossen Platz. In den oberen Geschossen entstehen Studios und Lofts mit hohen Räumen und einer weiten Aussicht.

Vielfältiges Wohnen im U

Auf dem Areal entsteht ein U-förmiges Gebäude entlang den Geleisen. Doppel­geschossige Atelierwohnungen sowie Wohnungen mit 1.5 – 5.5 Zimmern ermöglichen unter­schiedliche Wohnformen. Alle Wohnungen verfügen über grosszügige Aussenräume und sind hindernisfrei zugänglich. Die Wohn- und Schlafräume sind zur Hofseite ausgerichtet und profitieren so vom Ausblick ins Grüne. Der Hof wirkt auch hitzemindernd. Der Gartenhof fördert Begegnungen und gemeinschaftliches Wohnen. Das Wohnhaus wird mit einem Lebens­mittelladen und einer Kita im Erdgeschoss ergänzt.

Den lokalen Gegebenheiten Rechnung tragen

Eingebettet ins Quartier

Bei der Positionierung und Ausgestaltung der Gebäude wird auf die Umgebung Rücksicht genommen: Zu den Gleisen entsteht eine lang­gestreckte Stadtfassade. Die Loggien dieser Seite lassen die Fassade lebendig und leicht erscheinen. Zur Zuchwilerstrasse entstehen begrünte Aussenräume. Dank der U-Form des Gebäudes sind die Fassaden zur Zuchwilerstrasse kurz, was zu den niedrigeren Häusern auf der gegenüber­liegenden Strassenseite passt.

Qualitätsvolle Aussenräume für das Quartier und die Bewohnenden

Platz fürs Quartier

Die beiden Häuser werden durch einen verkehrsfreien Quartierplatz mit grossen Bäumen und einem Brunnen verbunden. Vielfältige Erdgeschossnutzungen mit Verweil- und Einkaufs­möglichkeiten machen den Ort attraktiv für die Quartierbewohnenden. 

Gartenhof für die Bewohnenden

Die Fassade des U umrahmt den Gartenhof. Die grüne Oase besteht aus grossen Bäumen und vielfältiger Vegetation. Offenere und geschütztere Bereiche laden zum Verweilen, Austauschen und Spielen ein. Der Gartenhof wird mit einer begrünten Laube von der Zuchwilerstrasse abgeschirmt. Dieser gedeckte Aussenraum dient als weitere Aufenthaltsfläche. Die Kita erhält einen eigenen Aussenraum.

Ökologische Nachhaltigkeit am Puls der Zeit

Im gesamten Bauprojekt wird der ökologischen Nachhaltigkeit ein hoher Stellenwert beigemessen.

  • Durch den Erhalt der alten Druckerei wird nicht nur ein Stück Solothurner Geschichte bewahrt, dadurch reduziert sich auch der Ressourcen­verbrauch massgeblich.
  • Bei den Baumaterialien wird, wo möglich, auf nachwachsende Materialien zurückgegriffen. Die Gebäude werden so konstruiert, dass der Ersatz einzelner Bestandteile möglichst einfach möglich ist.
  • Die Einstellhalle und die Keller liegen direkt unter den Gebäuden. Dadurch sind die Freiräume nicht unterbaut. So können grosse Bäume mit einem üppigen Wurzelwerk gepflanzt werden. Sie sorgen für ein angenehmes Klima.
  • Das Prinzip der Schwammstadt wird auf dem gesamten Areal umgesetzt. Das bedeutet, dass bei Nieder­schlägen das Wasser vor Ort zurückgehalten und gespeichert wird. Es wird anschliessend dosiert an die Umgebung abgegeben. Die natürliche Versickerung und Verdunstung ist auf dem Quartierplatz, im Gartenhof und bei der biodiversitätsfördernden Bepflanzung entlang der Bahngleise sichergestellt.
«Das Projekt überzeugt durch eine sehr klare, einfach lesbare städtebauliche Grundfigur und präzise zugewiesene Aussenräume. Diese bieten nicht nur den Bewohnenden, sondern auch dem Quartier, der Stadt und dem Klima einen Mehrwert.» Zitat aus Jurybericht Studienauftrag